Gründe für die Pipeline

Geringe Umweltauswirkungen

Gegenüber dem Kerosintransport per Lkw erweist sich die Verbindungspipeline als deutlich umweltfreundlicher. Ihr Betrieb verursacht kaum Schadstoffe und birgt geringere Umweltrisiken. Die Eingriffe in die Natur beschränken sich weitgehend auf die unterirdische Verlegung.

Die Verbindungspipeline ersetzt die Tanklastzugfahrten zum Stuttgarter Flughafen. Die mit dem Transport bislang einher gehende Verkehrs-, Lärm- und Schadstoffbelastung auf den Straßen entfällt damit gänzlich. Auf diese Weise lassen sich pro Jahr über 650 Tonnen klimaschädigende CO2-Emissionen einsparen. Das entspricht etwa dem Ausstoß von 4,5 Millionen gefahrenen Pkw-Kilometern.

Auch in puncto Umweltrisiken schneiden Pipelines besser ab als Lkw. Gefahr-guttransporte können trotz vorausschauender Fahrweise in Verkehrsunfälle verwickelt werden, bei denen im ungünstigsten Fall Kerosin austritt und in das Erdreich gelangt. Pipelines gelten demgegenüber als das gegenwärtig sicherste Transportmittel für flüssige oder gasförmige Produkte.

Begrenzte Eingriffe in die Natur

Die für den Bau der Verbindungspipeline nötigen Eingriffe in die Natur werden so gering wie möglich gehalten. Das gewährleistet die Umweltverträglichkeits-prüfung, die als Teil des Raumordnungsverfahrens der behördlichen Geneh-migung voraus geht. Sie erfasst und bewertet systematisch die Auswirkungen der möglichen Trassenvarianten auf Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaftsbild, Land- und Forstwirtschaft sowie Kultur- und Sachgüter haben. Die abschließende Bewertung legt den Trassenverlauf fest.

Die Pipeline wird im Erdreich mit einer Überdeckung von mindestens 1,20 Metern vergraben. Dazu gilt es, den Leitungsgraben freizulegen, Mutterboden, Aushub- und Baumaterial zwischenzulagern sowie Baustellenflächen einzu-richten. Beidseits der Pipeline-Achse wird ein jeweils drei Meter breiter Schutzstreifen ausgewiesen. Tief wurzelnde Pflanzen werden aus Sicher-heitsgründen entfernt. Einschränkungen für die landwirtschaftliche Nutzung des Sicherheitsstreifens gibt es nicht.

Wo die Pipeline unterhalb befestigter Wege verläuft, wird deren Zustand nach Abschluss der Bauarbeiten wiederhergestellt. Gleiches gilt für Straßen oder Wege, die durch Bauverkehre beschädigt werden.

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